Klappentext
Das lang erwartete Buch der Bestsellerautorin von "H wie Habicht" über den Menschen, die Natur und unseren Platz in der Welt
Helen Macdonald sieht in der Natur, was anderen verborgen bleibt. In ihrem lange erwarteten neuen Buch nimmt sie uns mit zu den Abendflügen der Mauersegler, erzählt von wilden Tieren, Mythen und Märchen, und führt in versteckte Lebensräume, die heute im Verschwinden begriffen sind.
Über die Entfremdung von der Natur wird überall gesprochen. Doch was bedeutet das wirklich? Helen Macdonald zeigt, dass wir uns selbst nur im Wechselspiel mit unserer Umwelt wirklich verstehen können - und was wir verlieren, wenn wir unseren Platz auf dem Planeten nicht radikal überdenken. Ein persönliches und zugleich bewegend politisches Buch, das uns ermutigt, die Natur und das Leben mit neuen Augen zu sehen.
Rezension
Helen Macdonald ist ein Ausnahmetalent - für sie könnte der Begriff Belletristik erfunden worden sein. Ihre Sätze sind von unbestechlicher Schönheit.
Sie scheint Tag und Nacht in der Natur unterwegs zu sein und beobachtet, wie Häsinnen sexuelle Avancen abwehren, Mauersegler perfekte Wettervorherseher sind, was es mit der jährlichen Schwanenzählung der Königsfamilie auf sich hat oder wie es sich anfühlt, in einem Holzblock-Versteck abzuwarten oder eben auch ohne Erwartungshaltung aus einem kleinen Schlitz zu sehen und sich überraschen zu lassen, ob Tiere sich zeigen und auf welche Art. Sie erzählt vom langsamen Verschwinden der Eschen in Europa und von Tieren, die sich nicht um politische Grenzen kümmern.
Ihre wissenschaftlichen Erzählungen haben tiefe Spuren in mir hinterlassen.
Einführungstext
"Für die Umwelt sind die Zeiten alles andere als rosig. Wir sind derzeit Zeuge des sechsten grossen Aussterbens in der Weltgeschichte, eines Aussterbens, das wir selber verursacht haben. Mit jedem Jahr, das vergeht, werden die Landschaften um uns herum leerer und stiller. Ich denke da zum Beispiel an den Waldlaubsänger, einen kleinen, zitrusfarbenen Vogel, der kaum mehr zu finden ist. Es ist das eine Statistiken aufzustellen, etwas ganz anderes ist es, den Menschen zu vermitteln, was ihr Verlust bedeutet, wenn aus dem Erleben eines Walds, der voller Licht und Blätter und Gesang ist, ohne Waldlaubsänger etwas weniger Komplexes, weniger Magisches, wenn dieses Erleben einfach weniger wird. Belletristik kann besser vermitteln, was es wert ist, dass mehr Menschen dafür kämpfen, diese Dinge zu bewahren."“
Rezension
Rezension
2018 hat sie einen 250 Seiten langen Appell über den Klimawandel geschrieben. So herausragend wie verständlich mit klarer Ansage, wie wir kleinen Leute VIEL zur Verbesserung des Planeten beitragen können. Ich liebe ihren Schreibstil, weil sie eben auch eine verdammt gute Krimiautorin ist :-)“
Rezension
Katharina Kluin, Stern
Hinreißend widersprüchlich. (...) Ein bedenkenswert ernüchterter Essay.
Elisabeth von Thadden, Die Zeit
(Man) merkt schnell, dass man jeden zweiten Satz unterstreichen oder mit Ausrufezeichen am Rand dekorieren möchte wie früher die Reclam-Hefte in der Schule – nur dass das diesmal aus Begeisterung geschieht.
Thomas Tuma, Handelsblatt
Jonathan Franzen spricht etwas aus, was in letzter Konsequenz kaum jemand zu denken wagt. (...) Sein apokalyptischer Blick, er hat eine paradoxe Wirkung - er treibt an. Nach dem Motto: Erst wenn es keine Hoffnung mehr gibt, packt uns der Mut der Verzweiflung, und wir fangen an, die Welt vor uns selbst zu retten.
ZDF "Aspekte"
Wer meint, Franzens Kritik am Absolutismus gängiger Klimaschutzmaßnahmen einfach vom Tisch wischen und denunzieren zu können, begeht einen großen Fehler. Denn der dichte, kurze Essay zeigt auf, in welch komplexen Systemen wir uns bei dem Thema bewegen und was alles auf dem Spiel steht.
Stefan Wirner, drehscheibe
Eine Ethik des Trotzdem. (...) unbedingt lesenswert.
Alex Rühle, Süddeutsche Zeitung
Ein ungewöhnlicher Ansatz, der wachrüttelt, was bei der einlullenden Omnipräsenz der Klimakrise schon ein Verdienst an sich ist.
Laura Sophia Jung, taz
Ein Pessimist, der zum Mutmacher wird.
WAZ
Die Pointe von Franzens Essay ist ganz und gar nicht resignativ. Um sie zu verstehen, sollte man sich die zwei Stunden gründlicher Lektüre unbedingt nehmen.
Harry Nutt, Frankfurter Rundschau“
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